Hintergründe – Hochsensiblität

Was versteht man unter Hochsensiblität?

 

44Immer häufiger findet man in den Medien Veröffentlichungen zum Thema Hochsensiblität und Berichte von hochsensiblen Personen (HSP). Meist wird dieses Phänomen auf die große Sinneswahrnehmung und Reizüberflutung reduziert. Dies ist jedoch nur ein Punkt, den eine hochsensible Person ausmacht.
Gernerell ist zu bemerken, dass die Forschungen im Bereich der Hochsensibilität noch in den Kinderschuhen steckt und noch keine Metastudien vorliegen, folglich sich noch keine Wissenschaftliche Meinung gebildet hat.

Als Pionierin in dem Gebiet der Hochsensiblität zählt die amerikanischen Psychologin Elain Aron. Ihre ersten  Veröffentlichungen, die sich mit der Hochsensibilität als Phänomen beschäftigen erschienen Mitte bis Ende der 90er Jahre. Nach den Forschungen von Aron und ihren KollegenInnen sind 15% bis 20% der Menschen, Männer wie Frauen hochsensibel. Dabei finden sich unter den Hosensiblen introvertierte wie auch extrovertiere (etwa 30%) Menschen.

In ihren Veröffentlichungen beschreibt Elaine Aron vier Indikatonern für Hochsensibilität:
Depth of Processing, Overarousability, Emotional Intensity und Sensory Sensitivity (DOES)

  1. Verarbeitungstiefe
    • schnelle Auffassungsgabe
    • vernetztes, komplexes Denken
    • gründliche Informationsverarbeitung
  2. Überregbarkeit
    • in vielen Situation leicht übereregt
    • überstimmuliert
  3. Emotionale Intensität
    • starke emtotionale Reaktionen
    • intensive Gefühle
    • ins Negative (Verletzlichkeit) genauso wie ins Positive (Genussfähigkeit)
  4. Sinnessensibilität
    • sensorische Empfindlichkeit, Reizverarbeitungssensibilität
    • ausgeprägte Wahrnehmung (Geräusche, Gerüche, Geschmack, Haptisch/Hautempfinden)

Die größere Wahrnehmungsfähigkeit ist laut Aron weniger eine Eigenschaft der Sinnesorgane als des Gehirns, welches Informationen besonders gründlich verarbeitet. Hochsensibilität (HS) ist folglich eine Persönlichkeitseigenschaft mit der man bereits geboren wird und die ein Leben lang bleibt. Im Gegensatz zu Krankheiten, Burn-out, phsychischen Erkrankungen, kann ich die Charaktereigenschaft Hochsensibilität nicht ablegen. Allerdings kann ich lernen damit umzugehen, die Stärken der Hochsensiblität zu leben und Wege zur Ruhe für mich finden.

Während es für jeden Menschen von Vorteil ist zur Ruhe, zu sich zu kommen, sich Seelenzeit zu nehmen, in die Natur oder in den Rückzug zu gehen oder zu meditieren – so ist dies für den hochsensiblen Menschen essentiell.

Mit viel Feingefühl begleite ich hochsensible Menschen in der Einzelbegleitung und Kursen diese Wege zu finden und ins Erleben der Stärken zu kommen. Eine große Hilfe kann auch das Hochsensiblien-Begleit-Set, kurz HSB-Set sein, in dem Übungen und Hilfestellungen individuell zusammengestellt werden.

 

Sie finden sich in den Beschreibungen wieder, sind sich allerdings nicht sicher ob Sie hochsensibel sind. Ein schneller Indikator kann der HSP-Selbsttest sein.
Möchten Sie sich weiter über Hochsensibliät informieren so kommen Sie gerne zu einem der nächsten HSP-Informationsabende.