Was ist Meditation?

Meditation – tiefes Ruhen im Sein

Achtsamkeit, Konzentration, Kontemplation

Meditation ist eine Haltung – jeden Moment in seiner Ganzheit zu erleben. Dazu braucht Meditation keinen bestimmten Ort, Zeit oder Position. Es bedarf weder Anstrengung noch Muskelkraft; sich dem Augenblick zu öffnen, so wie dieser gerade ist, ist jederzeit möglich.
Die Übungen der sitzenden Meditation oder auch der liegenden und gehenden Meditation sind dabei eine Unterstützung in diese Haltung zu gelangen, bewusst wahrzunehmen und in die Ruhe des ‚Seins‘ einzutauchen. Viele erfahren die heilende Kraft der Achtsamkeit in einer tiefen Entspannung und Ausgeglichenheit, dem Gefühl angekommen zu sein oder einer kraftvollen Stille.

Eines der größten Missverständnisse kommt aus der Übersetzung des Wortes „Ihunyata“ (Sanskrit), mit der diese Offenheit des Geistes beschrieben wird. Im Westen wird der Begriff mit „Leere“ übersetzt und fälschlicherweise weithin mit der Leerheit an Gedanken oder dem „Nichts“ gleichgesetzt. Dies ist jedoch weit davon entfernt, was Buddha mit der Beschreibung „vom Ruhen des Geistes“ aufzuzeigen suchte. Leerheit als ein grenzenlosen Potential – eine kleine Annäherung an die Bedeutung des Begriffes der „Leere“ findet man in der Übersetzung des tibetischen Wortes der Leerheit „tongpa–nyi“ … „tonpa“ = leer, jenseits unserer Wahrnehmungsfähigkeit, unnennbar und „nyi'“ = das Gefühl von Möglichkeiten.

In der Meditation steht daher nicht der krampfhafte und aussichtslose Versuch im Vordergrund, keine Gedanken zu haben. Auch werden die Gedanken nicht mit Fantasiereisen genährt. Vielmehr ist die Meditation eine Öffnung und bewusste Wahrnehmung für das was ist, genau in diesem Moment. Gedanken, Gefühle kommen und gehen. Erlebt man am Anfang der Meditationspraxis oft noch eine gewaltige innere Dynamik, lautes „Geschwätz“ und lässt sich davon fesseln und mitreißen, so verlieren diese Gedanken zunehmend an Gewicht und Macht. Sie kommen und gehen weiterhin, ziehen einen doch weniger in ihren Bann und Momente der inneren Ruhe und Stille breiten sich immer häufiger aus.

 

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