Was ist QiGong?

QiGong – Mediation in Bewegung

Bewegungskunst, Präventions- und Heilmethode

QiGong kann als alte Bewegungskunst oder auch als Vorbeugungs- und Heilmethode bezeichnet werden, die entwickelt wurde um geistige und körperliche Ausgeglichenheit, Stärkung und Klarheit zu erlangen. Die schnell zu erlernenden Bewegungsfolgen stehen dabei den vielschichtigen Wirkungen gegenüber.

Qi
ist der Impuls aller Bewegung und die Bewegung selbst. Wörtlich kann es mit Luft, Atem, Lebensenergie, existentielle Substanz übersetzt werden. Die Bedeutung des Wortes Qi ist jedoch viel weiter zu fassen. Das alte Schriftzeichen für Qi wird beschrieben als Transformation von ‚Form‘ zu ‚Nicht-Form‘.

Gong
kann man sich nähern mit den Übersetzungen
Kunst, Fertigkeit, Zeit, Mühe und Kraft.

 

In der Ausübung führt das QiGong dabei langsam von der äußerlich ‘gemachten‘ Bewegung weg, hin zu einem natürlichen Bewegungsablauf, bei dem die sichtbaren Bewegungen mehr die Folge der inneren Bewegungen sind. Der besondere Charakter des QiGong zeigt sich auch in der Einfachheit und doch hohen Komplexität der Übungen. So ist es eher leicht für einen Anfänger die Übungen abzunehmen, gleichzeitig erfährt auch ein langjährig Praktizierender immer wieder neue Aspekte und Tiefen.
Das QiGong basiert auf einer ganzheitliche Betrachtungsweise des Menschen und seiner Umwelt. Ein wichtiger Aspekt ist auch die Eigenverantwortlichkeit des Praktizierenden.

 

Über viele tausend Jahren wurde das Qi Gong als Methode der Gesundheitspflege, (Selbst-) Heilungsmethode und Weg zur Inneren Harmonie entwickelt. Sie wird auch als die meditative Urform der chinesischen Engergiearbeit beschrieben. Zu den ersten und bekanntesten Überlieferungen zählen die Schriften des Gelben Kaisers (Huang Di), der um 2700 vor Chr. im Norden Chinas gelebt haben soll. Wurden die Übungen des QiGong früher als Geheimwissen der ‚Inneren Alchemie‘ nur an ausgewählte Menschen innerhalb einer Gemeinschaften weitergegeben, so ermöglicht die Öffnung dieses alten Wissen heute vielen Millionen Menschen auf der ganzen Welt die Ausübung und Nutzung des QiGongs.

„Einfachheit zeichnet die Haltung aus, doch tiefgründig sind die ihnen zugrunde liegenden Prinzipien.“ Jiao Gvorvi, 72. Lehrgedicht

Im QiGong lassen sich zwei Formen von einander unterscheiden: das stille QiGong (Jing Gong)und das bewegte QiGong (Dong Gong). Während man beim Dong Gong über sichtbare Bewegungen und bewusste Atmung eine inneren Ruhe erfährt, zeichnet das Jing Gong eine äußere Stille und innere Bewegung aus. Daneben haben sich im Laufe der Entwicklung des Qigongs verschiedene Schule gebildet, die unterschiedliche Schwerpunkte heraus gearbeitet haben. So gibt es Übungsformen, die vor allem die medizinischen und therapeutischen Bereiche betonen, andere die Entwicklung des Geistes oder auch die Ausdauer, Geschicklichkeit und körperliche Kraft.
Neben den aktiven Übungs- und Bewegungsformen hat sich im QiGong auch eine Form des
Geistige Heilens (Wai Qi) entwickelt.

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